Stefanie Kirchner aus Kösching tritt bei der Kommunalwahl 2026 für die SPD als Landratskandidatin in Eichstätt an. Wir haben mit ihr über ihre politische Laufbahn, die wichtigsten aktuellen Themen und ihren Wahlkampf gesprochen. Zudem hat sie uns verraten, warum man sie nicht mundtot machen kann.
Du hast deine politische Laufbahn bei Der Linken gestartet. Wie kam es dazu?
Kirchner: Ich komme aus einer politischen Familie, mein Vater war in der DDR damals in der Blockpartei CDU aktiv, bei uns war Politik also schon immer ein Thema. Dass ich mich selbst aber parteipolitisch engagiert habe, kam erst später: Ich habe 2017 eine Berlin-Fahrt über Eva Bulling-Schröter, die damals für Die Linke im Bundestag saß, mitgemacht und auch gleich einen guten Draht zu ihr gehabt, weshalb ich auch Mitglied geworden bin. Im Jahr 2018 war ich dann bereits Bezirksrätin Oberbayern und dort imSozialausschuss aktiv.
Und jetzt trittst du für die SPD als Landratskandidatin in Eichstätt an. Warum nimmst Du diese Herausforderung an?
Kirchner: Ich habe diese Herausforderung angenommen, weil mir insbesondere das Thema Kliniken sehr wichtig ist. Die Menschen müssen sich auf ihre Gesundheitsversorgung verlassen können, dazu gehören zuverlässige Rettungsdienste genauso wie ausreichend Anlaufstellen für medizinische Probleme. Weil ich mich dafür einsetzen will, dass all das nicht nur auch in Zukunft gewährleistet, sondern noch deutlich verbessert wird, habe ich gesagt, ich bewerbe mich als Landrätin.
Dann bleiben wir doch gleich bei diesem Thema. Was sind die größten Versäumnisse in diesem Bereich und worin liegen konkret die Herausforderungen für die Zukunft?
Kirchner: Das größte Versäumnis ist, dass es seit Jahrzehnten eigentlich keine Antwort auf die ganz einfache Frage 'Wo brauche ich was?' gibt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir hier in Eichstätt eine Kooperation mit Ingolstadt brauchen, genauso wie mit anderen Versorgern etwa in Pfaffenhofen oder Kelheim. Durch diese Kooperationen soll gewährleistet werden, dass etwa die Versorgung in der inneren Medizin für alle Bürgerinnen und Bürger in der Region sichergestellt ist. Man muss sich hierzu a n einen Tisch setzen und ausloten, was wo möglich ist, sodass am Ende die beste Lösung für alle steht.
Abgesehen vom Thema Gesundheit, worauf wird es in den nächsten Jahren im Landkreis ankommen?
Kirchner: Entscheidend ist natürlich das Thema Finanzen. Ich will nicht, dass sich der Landkreis massiv verschulden muss, sondern dass so viele Fördergelder wie nur irgend möglich angezapft werden. Wichtig ist mir als Mutter von zwei Kindern zudem, dass die Bildung wieder mehr i n den Vordergrund gerückt wird, insbesondere in der Hinsicht, dass alle Kinder die gleichen Bildungschancen haben. Zudem muss an die Uni in Eichstätt gedacht werden, nicht zuletzt in der Hinsicht, dass der Studienort Eichstätt an sich attraktiver wird. Dazu gehört auch, dass die digitale Infrastruktur weiter ausgebaut wird, nicht nur in den Schulen, sondern insgesamt.
Zum Abschluss: Was sind Deiner Meinung nach deine größten Stärken, auf die sich deine Wählerinnen und Wähler verlassen können?
Kirchner: Ich bin frisch, habe ein gesundes Selbstbewusstsein, Organisationstalent Kampfgeist und gehe strukturiert an Probleme ran. Ein Bekannter sagt immer, ich sei eine kleine Wadenbeißerin. Und das trifft es meiner Meinung nach ganz gut...
Steffi, danke für das Interview! Wir wünschen Dir ganz ganz viele starke Stimmen und viel Erfolg bei der Kommunalwahl!